Das Berkenthiner Treidlerpatent

„Harte Arbeit“ nur so zum Vergnügen

Von Mai bis September liegt der Berkenthiner Salzprahm „Maria Magdalena“ an der Kirchsteigbrücke gegenüber der Kirche und kann von jedermann getreidelt werden. Was für die Stecknitzfahrer im Mittelalter harte Arbeit bedeutete, wird hier zum Vergnügen: Um das Treidlerpatent zu erwerben, muss man den Salzprahm mindestens 200 Meter treideln, einen Treid­ler­knacker´(leckere, geräucherte Mettwurst) verspeisen und einen ´Stecknitz-Köm´ trinken.

Die Auf­gaben sind also leicht zu bewältigen, zumal jeder auch auf den Köm oder die Mett­wurst verzichten kann. Wer dann noch die Gebühr von 5 Euro entrichtet, bekommt das schön gestaltete Dokument, auf dem namentlich bescheinigt wird, dass man die Treidlerprüfung in allen Disziplinen erfolgreich absolviert hat und sich von nun an „Treidlermeister der Stecknitz-Region“ nennen darf.

Für Gruppen und Grüppchen, Termine nach Absprache prahm@berkenthin.de

Ist das unbeladene Schiff erst einmal in Fahrt, kann es ohne große Anstrengung bewegt werden: Brautpaare und sogar Kinder haben das Treidlerpatent bereits erworben.
Während der Prahm allein oder zu zweit getreidelt wird, sorgt die Bootsbesatzung mit dem Ruder und den Bootshaken (Staken) für sicheren Abstand zum Ufer.
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